Echter Chai wird nicht aufgegossen, er wird gekocht. Genau da liegt der Unterschied zwischen einem laschen Teebeutel-Aufguss und einer Tasse, die würzig, cremig und kräftig schmeckt. Die gute Nachricht: Es ist kein Hexenwerk, du brauchst nur die richtigen Mengen und etwas Geduld.
Was du für echten Chai brauchst
Für eine Tasse brauchst du nur vier Dinge: kräftigen schwarzen Tee (Assam und Ceylon), ganze Gewürze, Milch und etwas zum Süßen. Wenn du losen Sticky Chai verwendest, sind Tee, Gewürze und Süße schon zusammen, dann fehlt nur noch die Milch.
Die typischen Gewürze sind Kardamom, Zimt, Ingwer, Nelken und ein wenig Pfeffer. Ganze Gewürze, keine fertigen Aromen. Das ist der Punkt, an dem sich entscheidet, ob es nach Chai schmeckt oder nach gesüßtem Tee.
Chai zubereiten: die Anleitung Schritt für Schritt
So machen wir eine Tasse aus losem Sticky Chai:
- 3 Esslöffel (etwa 14 g) Sticky Chai abmessen.
- 100 ml Wasser und 100 ml Milch in einen kleinen Topf geben.
- Den Chai dazugeben und langsam erhitzen.
- 6 bis 10 Minuten leicht köcheln lassen, nicht sprudelnd kochen. Je länger, desto kräftiger.
- Durch ein Sieb in die Tasse abseihen. Fertig.
Durch den Agavendicksaft ist meist kein zusätzlicher Zucker nötig. Probier erst, bevor du nachsüßt.
Chai mit oder ohne Milch?
Klassischer Masala Chai wird mit Milch gekocht, das gibt ihm den cremigen Körper. Ein gutes Startverhältnis ist halb Wasser, halb Milch. Magst du es kräftiger und runder, nimm mehr Milch. Magst du es leichter und teebetonter, nimm mehr Wasser.
Pflanzliche Milch geht genauso. Hafermilch funktioniert besonders gut, weil sie cremig ist und die Aromen lange im Mund hält. Bei manchen Pflanzenmilch-Sorten kann es helfen, sie erst gegen Ende dazuzugeben, damit sie nicht ausflockt.
Die häufigsten Fehler beim Chai kochen
Aus eigener Erfahrung, denn wir haben sie alle gemacht:
Zu viel Ingwer
Unser allererstes Getränk war viel zu Ingwer-lastig. Wir hätten nicht gedacht, wie stark der Ingwer im Endgeschmack hochkommt. Wenn du frischen Ingwer nimmst, fang mit weniger an, als du denkst.
Schlechtes Süßungsmittel
Unser erster großer Fail: Wir haben die Test-Charge mit Discounter-Agavendicksaft gemacht und uns gewundert, warum der Geschmack nicht stimmte. Der schmeckte fader und weniger karamellig als der Bio-Agavendicksaft, mit dem wir heute arbeiten. Die Süße trägt mehr zum Aroma bei, als man denkt.
Zu kurz oder zu heiß
Wer den Chai nur kurz aufgießt, holt die Gewürze nicht raus. Wer ihn sprudelnd kochen lässt, macht ihn bitter. Leicht köcheln und Zeit lassen ist der Schlüssel.
Wie viel Gewürz, wie viel Tee?
Als grobe Richtung pro Tasse: etwa 1 gehäufter Teelöffel loser Schwarztee und insgesamt rund einen halben Teelöffel gemischte Gewürze, dominiert von Kardamom und Zimt. Bei fertigem Sticky Chai ist dieses Verhältnis schon eingestellt, da reichen die 3 Esslöffel pro Tasse.
Wie trinkt man Chai am besten?
Warm, nicht heiß, und in Ruhe. In Indien gehört Chai zum Morgen wie bei uns der Kaffee. Tasse in beide Hände, ein kurzer Moment Innehalten, bevor der Tag losgeht. Chai ist Energizer und Innehalten zugleich, nicht das eine oder das andere.
Wenn du wissen willst, was Chai eigentlich ist, oder wie er sich gegen Kaffee schlägt, haben wir das an anderer Stelle ausführlich erklärt.
Häufige Fragen zur Chai-Zubereitung
Wie trinkt man einen Chai?
Frisch gekocht, warm und langsam. Traditionell wird Chai zum Morgen getrunken, in Ruhe, oft als erstes Getränk des Tages.
Wie lange muss Chai ziehen?
Beim Kochen 6 bis 10 Minuten leicht köcheln lassen. Je länger, desto kräftiger und würziger wird er.
Welche Milch passt zu Chai?
Kuhmilch oder Hafermilch funktionieren am besten, weil sie cremig sind. Ein gutes Startverhältnis ist halb Wasser, halb Milch.
Muss man Chai süßen?
Nicht zwingend. Bei Sticky Chai mit Agavendicksaft ist meist keine zusätzliche Süße nötig. Probier erst, dann entscheide.
Keine Lust auf einzelne Gewürze abwiegen? Unser handgemachter Sticky Chai aus Hamburg bringt Tee, ganze Gewürze und Süße fertig abgestimmt mit.